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Sichere Fahrt für Radfahrer

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 08. Oktober 2019

Langersehnter Radweg zwischen Eching und Garching eingeweiht

„Ja, wir sind mit dem Radl da" – diese Liedzeile passte perfekt zur sportlich-feierlichen Einweihung des lang ersehnten Radwegs zwischen Eching und Garching am Montagnachmittag, 7. Oktober.

  Radweg-Einweihung Buergermeister-Tandem

Mit gutem Beispiel voran „strampelten" beim Ortstermin an der Gemeindegrenze die beiden Bürgermeister Sebastian Thaler (Eching) und Dietmar Gruchmann (Garching). Letzterer musste unterwegs noch eine Fahrradpanne beheben. Sogar auf einem Tandem machten die beiden Gemeindeoberhäupter, erfolgreich und symbolträchtig, als interkommunales Team eine gute Figur.
Rund jeweils 30 Echinger ebenso wie Garchinger, darunter Stadträte und Gemeinderäte, so auch Echings Fahrradbeauftragter Leon Eckert (Grüne), Vertreter des ADFC und als älteste aktive Radfahrer das Echinger Ehepaar Elisabeth und Max Egersdoerfer(88 und fast 93 Jahre alt), waren trotz unwirtlichen Wetters auf der nun durchgehend fertiggestellten Radverbindung aus beiden Richtungen gekommen.

 Radweg-Einweihung Masterbild

Dort durchschnitten Thaler und Gruchmann unter dem Applaus der Anwesenden gleich zwei obligatorische Einweihungs-Bänder, einmal in Richtung Eching-Garching

 Radweg-Einweihung3

und aus Gründen der Gleichbehandlung anschließend genau umgekehrt.
Echings Bürgermeister Sebastian Thaler ging bei seiner Begrüßung kurz auf das Hindernis ein, das der „überfälligen" Fertigstellung der seit 2014 in Planung befindlichen knapp drei Kilometer langen Radelstrecke im Wege stand. Auf Teilstrecken im Zuge des Kieswerksumzugs der MKU (Münchner Kiesunion) bereits umgesetzt, ließ deren Komplettierung rund fünf Jahre auf sich warten, weil sich ein Echinger Landwirt lange Zeit geweigert hatte, einen zur Fertigstellung erforderlichen Streifen Grund für ein Teilstück von 400 Metern abzutreten (wir haben berichtet). Doch dafür ging es jetzt umso schneller: Zügiger als erwartet, als offizieller Fertigstellungstermin galt der 31. Oktober wurde die Baumaßnahme, Kostenpunkt knapp 1,2 Millionen Euro, in nur gut dreimonatiger Bauzeit, trotz tiefen Bodenaushubs und unter Berücksichtigung der Brutzeiten, erfolgreich abgeschlossen. Für die nun „lückenlose" Verbindung wurden auch staatliche Fördermittel in Höhe von 660 000 Euro bewilligt, wie Thaler den Festgästen berichten konnte. Thaler bezeichnete es angesichts der aktuellen Verkehrsdiskussion als „großen Schritt und schönes Signal, nicht nur zu reden, sondern auch etwas auf den Weg zu bringen." Er wünschte allen Radfahrern allseits sichere Fahrt und äußerte die Hoffnung, dass nun mehr Pendler vom Auto aufs Rad umsteigen, nachdem jetzt auch die TU Garching und die U6 durchgängig auf Radwegen erreichbar seien. Auch freue er sich schon darauf, „wenn im Sommer hier Kinderanhänger fahren, weil man es sich endlich auch trauen kann."
Sein Garchinger Amtskollege Dietmar Gruchmann dankte der Gemeinde Eching für ihre Federführung bei der Baumaßnahme und stellte die gute Zusammenarbeit der beiden Nordallianzgemeinden heraus. Bei der Radwegverbindung handele es sich um eine praktische Umsetzung und keine „theoretische Trasse", wie er mit einem kleinen Seitenhieb auf das in Planung (fest)steckende Radschnellwegenetz anmerkte. Letztlich gehe es um die „Verbindungen zwischen den Menschen" so Gruchmann abschließend.
Mit einem ansehnlichen Fahrradkorso, vorneweg das bürgermeisterliche Tandem, ging es dann aufs Gelände der Kiesunion, wo die Teilnehmer in der Halle zu Imbiss und Umtrunk eingeladen waren. Als passendes Getränk stand –natürlich –ein Radler bereit.

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

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