lesen-sie-auch-andere-ortszeitungen Oberdinger Kurier Logo neufahrner-echo haarer-echo herrschinger-spiegel mooskurier

Essbares Eching – Ernte für jedermann auf Echings Streuobstwiesen

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 10. September 2019

Offensichtlich ist es vielen Bürgern nicht bekannt, dass jedermann auf den zahlreichen Streuobstwiesen im Gemeindegebiet kostenlos ernten kann: Unter dem prägnanten Schlagwort „Essbares Eching" hatte die Echinger SPD deshalb am Sonntag, 8. September, also zum Beginn der Herbst- und Erntezeit, zu einer Besichtigung der Obstwiesen unter fachkundiger Führung von Anton Bauer vom Obsthof in Jarzt eingeladen. Der Experte, klugerweise mit Gummistiefeln ausgestattet, stand dem runden Dutzend regen- und wetterfester Interessenten, die mit Schirmen, Regenjacken und (teils) festem Schuhwerk zum Treffpunkt Musikschule gekommen waren, gerne Rede und Antwort.

StreuObstwiesenfuehrung1

Die Teilnehmer bei der Streuobstwiesen-Exkursion mussten ihre Regenfestigkeit unter Beweis stellen.

StreuObstwiesenfuehrung3

Obstexperte Anton Bauer erläutert die Eigenschaft eines Kaiser-Wilhelm-Apfels, der zum Streuobstwiesenbestand der Gemeinde gehört.

„Heuer hängt wenig dran" beurteilt er die eher mäßige Apfelernte des Jahres 2019 und erläutert den Zusammenhang zwischen abwechselnd sehr guten und ganz schlechten Ernten exemplarisch an den letzten drei Jahren. Diese Schwankungen bei Obstbäumen, von der insbesondere Apfelbäume betroffen sind, wird Alternanz genannt.

Streuobstwiese Apfelbaeume

So bogen sich, wie sich jeder noch gut erinnern konnte, im vergangenen Jahr die Äste übervoll mit Früchten, 2017 war sehr schlecht. Auch heuer dürfte die Ernte eher bescheiden ausfallen.

Streuobstwiese Kirschernte

Ausgezeichnet dagegen war 2018 die Kirschernte.
Bauer lobte die Anlage und den guten Pflegezustand der Echinger „Obstplantagen", für die der Bauhof zuständig ist und zeigte den fachmännischen Schnitt anhand des Baumwuchses auf. „Wir haben drei Gärtner beim Bauhof beschäftigt" informiert ergänzend Bürgermeister Sebastian Thaler, der trotz seines noch andauernden Urlaubs an diesem informativen Besichtigungstermin teilnahm.
Links vom Eingang an der Südseite des Musikschulgebäudes befinden sich ein knappes Dutzend Bäume, überwiegend Apfelbäume unter anderem der Sorte Kaiser-Wilhelm, die zu den beliebtesten alten Apfelsorten zählt, als robust und widerstandsfähig gilt und Mitte Oktober ausgereift ist. Von dort aus ging's zur nächstgelegenen Obstwiese, die sich zwischen Arbeostraße, Lohweg und Wertstoffhof auf der einen und Autobahnzubringer zur A9 auf der anderen Seite befindet, eine der größten in Eching. Dort befindet sich überwiegend Apfelbestand, wie unter anderem der Rheinische Winterrambour, ein guter Most- und auch Lagerapfel, aber auch einige wenige Pflaumen und Birnbäume. Und auch wenn der Ernteertrag heuer nicht üppig ausfällt, verderben müssen die nun bald erntereifen Äpfel nicht, die sich für allerlei leckere Rezepte vom Apfelmus, übers Kompott und (Pfann-)Kuchen bis zum Strudel hervorragend eignen.


Gut zu wissen:
Auf folgenden Streuobstwiesen in Eching darf geerntet werden
1. Südseite der Musikschule, links neben dem Eingang
2. Große Wiese zwischen dem Autobahnzubringer und Arbeostraße, Lohweg und Bauhof
3. Westlicher Ortsrand, entlang des Grünzugs vom Klosterweg zur Oberen Hauptstraße
4. Südwestlicher Ortsrand von der Oberen Hauptstraße zum Hochbrücker Weg
5. Goethepark Grünanger, östlich der Goethestraße
6. Dietersheim, östlich der Verlängerung des Mühlenwegs in Richtung Garching
7. Neue Pflanzung am Hollerner See

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok